Merken Mein Ofen war zu heiß, die Kruste wurde zu schnell dunkel, und ich stand da mit einem Glas Pesto in der Hand und dachte: Das kann doch nicht so schwer sein. Aber genau in diesem Moment, als der Duft von Basilikum und geschmolzenem Käse die Küche füllte, verstand ich, dass Pizza nicht kompliziert sein muss, um außergewöhnlich zu sein. Diese Chicken Pesto Pizza entstand aus einer Laune heraus, als ich Reste verwerten wollte und keine Tomatensoße mehr hatte. Ich griff zum Pesto, streute Hühnchen darüber und legte Tomatenscheiben obendrauf. Das Ergebnis war so gut, dass ich sie seitdem immer wieder mache.
Als meine Schwester zum ersten Mal probierte, schaute sie mich ungläubig an und fragte, ob ich das wirklich selbst gemacht hätte. Sie war überzeugt, ich hätte es irgendwo bestellt. Seitdem ist es mein Geheimrezept, wenn Besuch kommt und ich schnell beeindrucken muss. Die leuchtend grüne Pestobasis und die saftigen Tomaten machen optisch schon so viel her, dass man kaum glaubt, wie einfach die Zubereitung ist. Es ist die Pizza, die ich mache, wenn ich keine Lust auf Experimentieren habe, aber trotzdem etwas Besonderes will.
Zutaten
- Dünner Pizzateig (ca. 30 cm): Ein dünner Boden wird schön knusprig und lässt die Aromen durchscheinen, ohne dass der Teig dominiert.
- 1 Tasse gekochte Hähnchenbrust, gewürfelt oder gezupft: Ich verwende oft Reste vom Vortag oder Brathähnchen aus dem Supermarkt, das spart Zeit und schmeckt genauso gut.
- 1 Esslöffel Olivenöl: Das Öl sorgt dafür, dass das Hühnchen saftig bleibt und sich die Gewürze gleichmäßig verteilen.
- 1/2 Teelöffel Salz: Nicht vergessen, das Hühnchen zu würzen, sonst schmeckt es fade neben dem intensiven Pesto.
- 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer: Eine kleine Schärfe bringt die anderen Aromen zum Leuchten.
- 1/3 Tasse Basilikumpesto: Das Herzstück der Pizza, entweder selbstgemacht oder ein gutes Glas aus dem Kühlregal, beides funktioniert wunderbar.
- 1 1/4 Tassen geriebener Mozzarella: Er schmilzt cremig und bildet diese herrlichen Käsefäden, die jeder liebt.
- 1 mittelgroße reife Tomate, dünn geschnitten: Frische Tomaten geben Saftigkeit und einen leichten Kontrast zur Würze des Pesto.
- 2 Esslöffel geriebener Parmesan: Die salzige Tiefe des Parmesan rundet alles ab und gibt der Pizza eine goldene Kruste.
- Frische Basilikumblätter zum Garnieren (optional): Ein paar Blätter obendrauf sehen nicht nur schön aus, sie bringen auch einen frischen Duft direkt beim Servieren.
Anleitung
- Den Ofen vorheizen:
- Stelle den Ofen auf 245 °C ein und lass ihn richtig heiß werden. Wenn du einen Pizzastein hast, leg ihn jetzt schon rein, damit er sich mit aufheizt.
- Das Hühnchen würzen:
- Vermische das gekochte Hühnchen mit Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel. Es sollte gleichmäßig glänzen und gut gewürzt sein.
- Den Teig vorbereiten:
- Lege den Pizzateig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder eine Pizzaschaufel. Das Backpapier verhindert, dass irgendetwas festklebt.
- Pesto auftragen:
- Verteile das Basilikumpesto gleichmäßig auf dem Teig und lass einen schmalen Rand frei. Dieser Rand wird später schön knusprig und goldbraun.
- Hühnchen verteilen:
- Streue das gewürzte Hühnchen gleichmäßig über das Pesto. Achte darauf, dass es nicht zu dick liegt, sonst wird es trocken.
- Käse und Tomaten hinzufügen:
- Verteile den Mozzarella großzügig über die Pizza und lege dann die Tomatenscheiben darauf. Zum Schluss den Parmesan darüber streuen.
- Backen:
- Schiebe die Pizza in den Ofen und backe sie 12 bis 15 Minuten, bis der Käse blubbert und die Kruste goldbraun ist. Der Duft wird unwiderstehlich sein.
- Servieren:
- Nimm die Pizza heraus und lass sie eine Minute abkühlen. Garniere sie mit frischen Basilikumblättern, schneide sie in Stücke und genieße sie sofort.
Merken An einem regnerischen Abend machte ich diese Pizza für meinen besten Freund, der gerade eine schwere Woche hinter sich hatte. Wir saßen auf dem Küchenboden, aßen direkt vom Blech und lachten über alte Geschichten. Die Pizza war heiß, der Käse zog Fäden, und plötzlich war alles wieder gut. Manchmal braucht es nicht viel, nur gutes Essen und die richtigen Menschen.
So wählst du das beste Pesto
Nicht jedes Pesto ist gleich. Ich habe gelernt, dass die Farbe viel verrät: Ein leuchtendes Grün bedeutet frische Zutaten, während ein bräunlicher Ton auf Oxidation hindeutet. Wenn du selbst machst, röste die Pinienkerne kurz an, das gibt eine nussige Tiefe. Im Laden achte ich darauf, dass Basilikum und Olivenöl ganz oben auf der Zutatenliste stehen, nicht Füllstoffe oder Konservierungsmittel. Ein gutes Pesto sollte nach Sommer schmecken, nach Garten und Sonne.
Variationen, die ich liebe
Manchmal ersetze ich die frischen Tomaten durch getrocknete, das gibt eine süßere, intensivere Note. Rucola statt Basilikum obendrauf bringt eine pfeffrige Schärfe, die wunderbar zum Pesto passt. Einmal habe ich Ziegenkäse statt Mozzarella verwendet, und die cremige Säure war eine Offenbarung. Wenn ich mutiger bin, füge ich geröstete Paprika oder Artischockenherzen hinzu. Jede Variation fühlt sich an wie eine neue Entdeckung.
Tipps zum Servieren und Aufbewahren
Diese Pizza schmeckt am besten frisch aus dem Ofen, wenn der Käse noch schmilzt und der Boden knusprig ist. Reste bewahre ich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter auf, aber ehrlich gesagt bleibt nie viel übrig. Wenn du sie wieder aufwärmen willst, nimm den Ofen oder eine Pfanne, keine Mikrowelle, sonst wird der Boden weich. Ein Spritzer Balsamico-Glasur vor dem Servieren hebt alles auf ein neues Level.
- Serviere sie mit einem einfachen grünen Salat, um die Reichhaltigkeit auszugleichen.
- Ein kaltes Bier oder ein trockener Weißwein passen perfekt dazu.
- Schneide die Pizza mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaroller, damit die Beläge nicht verrutschen.
Merken Diese Pizza ist mehr als nur ein schnelles Abendessen, sie ist eine Erinnerung daran, dass die besten Momente oft die einfachsten sind. Genieße jeden Bissen und teile sie mit Menschen, die dir wichtig sind.