Merken An meinem ersten Bürotag nach dem Urlaub in Griechenland hatte ich nur einen Gedanken: Wie bringe ich diesen Geschmack in meine Mittagspause? Der Wrap entstand aus purem Hunger und einer Packung Hummus, die noch im Kühlschrank stand. Ich schmierte, stapelte und rollte, ohne Plan, ohne Rezept. Das Ergebnis war so gut, dass ich ihn seitdem mindestens zweimal die Woche mache. Manchmal sind die besten Gerichte die, die aus Sehnsucht entstehen.
Ich erinnere mich an einen Samstag, als Freunde spontan vorbeikamen und der Kühlschrank fast leer war. Ich wickelte vier Wraps in Backpapier, schnitt sie schräg durch und legte sie auf ein Holzbrett. Alle griffen zu, ohne zu fragen, was drin ist. Einer meinte nur: Das ist genau das Richtige. Seitdem ist dieser Wrap mein stiller Retter, wenn Besuch kommt und die Zeit knapp ist.
Zutaten
- 2 große Weizentortillas (20–25 cm): Weiche Tortillas halten alles zusammen, ohne zu reißen, achte darauf, dass sie Raumtemperatur haben.
- 120 ml Hummus: Cremige Basis, die alles verbindet und den nussigen Geschmack bringt, klassischer oder Knoblauch-Hummus funktionieren beide.
- 80 g Feta, zerkrümelt: Salzig, würzig und unverzichtbar, griechischer Feta ist hier die beste Wahl.
- 120 ml geröstete rote Paprika, in Streifen: Aus dem Glas oder selbst geröstet, sie bringen rauchige Süße und leuchtende Farbe.
- 30 g frische Baby-Spinatblätter: Knackig und mild, sie geben Frische ohne aufdringlichen Geschmack.
- 1 kleine rote Zwiebel, dünn geschnitten (optional): Ein Hauch Schärfe, der den Wrap aufweckt, aber nicht dominiert.
- 60 g Gurke, dünn geschnitten (optional): Bringt kühle Knackigkeit und mildert die Würze etwas ab.
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, nach Geschmack: Ein paar Drehungen reichen, um die Aromen zu heben.
- Prise getrockneter Oregano (optional): Erinnert sofort an Sommerabende auf sonnigen Terrassen.
Anleitung
- Tortillas vorbereiten:
- Lege die Tortillas flach auf eine saubere Arbeitsfläche und lass sie kurz Raumtemperatur annehmen, damit sie sich geschmeidig rollen lassen. Kalte Tortillas brechen beim Falten schnell.
- Hummus verteilen:
- Streiche die Hälfte des Hummus gleichmäßig in die Mitte jeder Tortilla und lass etwa 2 cm Rand frei. Die Schicht sollte dünn genug sein, damit der Wrap nicht ausläuft, aber dick genug für Geschmack.
- Gemüse schichten:
- Verteile Spinat, Paprikastreifen, Feta und optional Zwiebel und Gurke über dem Hummus. Schichte nicht zu hoch, sonst lässt sich der Wrap schwer rollen.
- Würzen:
- Streue schwarzen Pfeffer und bei Bedarf etwas Oregano darüber. Weniger ist hier mehr, der Feta bringt schon viel Salz mit.
- Einrollen:
- Klappe die Seiten der Tortilla nach innen, dann rolle sie von unten straff auf, sodass die Füllung fest eingeschlossen ist. Ein bisschen Druck hilft, aber zerquetsche nichts.
- Servieren:
- Schneide jeden Wrap diagonal in zwei Hälften und serviere sofort, oder wickle ihn fest in Alufolie oder Backpapier für unterwegs. Die schräge Schnittfläche sieht einfach appetitlicher aus.
Merken An einem verregneten Nachmittag packte ich zwei Wraps ein und fuhr zum See, obwohl niemand sonst dort war. Ich saß im Auto, schaute auf das graue Wasser und biss in den Wrap. Der Kontrast zwischen dem tristen Wetter und den leuchtenden Aromen war seltsam tröstlich. Manchmal braucht man nur ein bisschen Farbe auf dem Teller, um den Tag zu drehen.
Variationen und Anpassungen
Wenn du es würziger magst, füge ein paar Scheiben eingelegte Jalapeños oder einen Klecks Harissa hinzu. Für mehr Proteine kannst du gegrilltes Hähnchen oder Kichererbsen aus der Pfanne dazugeben. Einmal habe ich Rucola statt Spinat verwendet, das gab dem Wrap eine pfeffrige Note, die überraschend gut passte. Veganer lassen den Feta einfach weg oder ersetzen ihn durch pflanzlichen Käse. Jede kleine Änderung macht den Wrap zu deinem eigenen.
Aufbewahrung und Meal Prep
Wraps lassen sich morgens vorbereiten und bleiben bis zum Mittag frisch, wenn du sie fest in Backpapier oder Alufolie wickelst. Ich bereite manchmal drei oder vier auf einmal vor und lagere sie im Kühlschrank für die nächsten Tage. Wichtig ist, dass du sie nicht durchschneidest, bevor du sie einpackst, sonst trocknen die Schnittflächen aus. Innerhalb von 24 Stunden schmecken sie am besten. Einfrieren würde ich sie nicht, das Gemüse wird matschig.
Was dazu passt
Ein Wrap reicht oft allein, aber wenn du noch etwas dazu möchtest, passen knusprige Süßkartoffel-Pommes oder ein einfacher griechischer Salat perfekt. Ich trinke dazu gern stilles Wasser mit einer Scheibe Zitrone oder an warmen Tagen ein gekühltes Glas Weißwein. Einmal habe ich Tzatziki als Dip dazu serviert, das war ein Volltreffer. Auch eine Handvoll Oliven auf der Seite runden das Ganze ab.
- Ein Klecks Tzatziki oder griechischer Joghurt zum Dippen bringt extra Cremigkeit.
- Ein Stück geröstetes Fladenbrot zum Teilen macht daraus ein größeres Picknick.
- Frisches Obst wie Trauben oder Melone als Nachtisch hält die mediterrane Stimmung.
Merken Dieser Wrap ist mehr als nur schnelles Essen, er ist ein kleiner Ausflug in die Sonne, auch wenn draußen Herbst ist. Mach ihn dir zu eigen, probiere aus, und genieß jeden Bissen.